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Vorhofflimmern: Blutverdünnung meist unverzichtbar
Keine andere Herzrhythmusstörung ist so häufig wie das Vorhofflimmern: In Deutschland sind mehr als 800.000 Menschen davon betroffen. Und sehr viele von ihnen – vor allem ältere Patienten – leben mit der Gefahr, einen Schlaganfall zu erleiden. So sind mindestens 15 Prozent aller Schlaganfälle auf Vorhofflimmern zurückzuführen. Im höheren Lebensalter ist es sogar die häufigste Schlaganfall-Ursache. Für diese Menschen ist es wichtig, sich durch eine geeignete Therapie mit gerinnungshemmenden Medikamenten vor Schlaganfällen zu schützen, wie die Deutsche Herzstiftung betont. Beim Vorhofflimmern ziehen sich die Herzvorhöfe nicht mehr regelmäßig zusammen. So entstehen dort Blutgerinnsel, die – mit dem Blutstrom fortgeschwemmt – zu Gefäßverschlüssen (Thromboembolien) führen können. Im Gehirn kommt es durch einen solchen Gefäßverschluss zum Schlaganfall. „Das individuelle Schlaganfall-Risiko und damit die gerinnungshemmende Therapie hängen dabei vom Lebensalter und den Begleiterkrankungen ab“, erklärt Dr. med. Christa Gohlke-Bärwolf, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung. Hohes Schlaganfall-Risiko erfordert Marcumar-Therapie Für die Blutverdünnung bzw. Gerinnungshemmung stehen prinzipiell Acetylsalicylsäure (ASS) oder Marcumar/Falithrom sowie ähnlich wirkende Medikamente wie Coumadin zur Einnahme zur Verfügung. ASS hemmt die Zusammenballung von Blutplättchen (Thrombozyten), Marcumar die Bildung von Blutgerinnungsfaktoren. „Dabei ist die Marcumar-Therapie bei Patienten mit hohem Schlaganfall-Risiko der Behandlung mit ASS eindeutig überlegen“, betont Dr. Gohlke-Bärwolf. Ein hohes Risiko liegt vor, wenn bei Vorhofflimmerpatienten bereits einmal ein Schlaganfall oder eine Embolie auftrat, wenn ihre Mitralklappe (eine der Herzklappen) im Herzen verengt ist (Mitralstenose) oder wenn sie einen mechanischen Herzklappenersatz erhalten haben. Mittleres Risiko Ein mittleres Thromboembolie- und damit Schlaganfall-Risiko haben Vorhofflimmerpatienten, die älter als 75 Jahre sind und solche mit Bluthochdruck, Herzschwäche und Diabetes. Bei ihnen besteht neueren wissenschaftlichen Studien zufolge die Möglichkeit, je nach individueller Situation statt Marcumar ASS einzunehmen. Dabei ist jeweils das Risiko für einen Schlaganfall mit dem Risiko von Blutungen durch die Gerinnungshemmung abzuwägen. Allerdings: Wenn mehr als ein mittlerer Risikofaktor vorliegt, muss die Gerinnungshemmung mit Marcumar/Falithrom vorgenommen werden. Niedriges Risiko Bei deutlich niedrigerem Thromboembolie-Risiko – zum Beispiel, wenn lediglich Faktoren wie weibliches Geschlecht, Alter zwischen 65 und 74 Jahre, koronare Herzkrankheit oder Schilddrüsenüberfunktion vorliegen – bringt Marcumar gegenüber ASS keinen Zusatznutzen. Generell gilt: Je mehr Risikofaktoren vorliegen, desto größer ist die Thromboembolie-Gefahr und desto wichtiger eine Behandlung mit Marcumar. Unverzichtbar ist die Marcumar-Therapie für Patienten – egal ob mit oder ohne Vorhofflimmern –, denen eine künstliche mechanische Herzklappe eingesetzt wurde. Denn deren Oberfläche begünstigt die Gerinnselbildung. Kam eine biologische Klappenprothese zum Einsatz, dann sollte bei Vorhofflimmern dauerhaft die Gerinnung gehemmt werden, während dies ohne Vorhofflimmern nur für drei Monate nach der Operation empfohlen wird. Alle ein bis zwei Wochen: Kontrolle des INR-Werts Um zu verhindern, dass die Blutverdünnung durch Marcumar zu stark oder zu schwach ist, muss sie regelmäßig – alle ein bis zwei Wochen – kontrolliert werden. „Dies“, so Dr. Gohlke-Bärwolf, „sollte immer durch Messung des INR-Werts (International Normalized Ratio) erfolgen, der als internationaler Standard für eine zuverlässige Gerinnungskontrolle vor 20 Jahren eingeführt wurde.“ Da der – veraltete – Quick-Wert von der Art der benutzten Nachweis-Substanz abhängt, können die Werte von Labor zu Labor sehr unterschiedlich sein, und es liegen keine Standard-Werte für eine risikoadjustierte Stärke der Gerinnungshemmung vor. Diese sind nur für den INR-Wert erstellt worden. So liegt der empfohlene Zielwert bei Vorhofflimmern bei einem INR-Wert zwischen 2,0 bis 3,0. Bei anderen Indikationen für die Gerinnungshemmung werden andere INR-Zielwerte empfohlen. Besonders sicher und vorteilhaft ist es, den INR-Wert nach entsprechender Schulung regelmäßig selbst zu bestimmen. So haben wissenschaftliche Studien ergeben, dass die Komplikationsrate der gerinnungshemmenden Therapie bei regelmäßiger Selbstkontrolle deutlich niedriger ist. Auf mögliche Einflüsse auf die Gerinnungshemmung – z. B. durch Änderung von Medikamenten, Erkrankungen oder bei einer Ernährungsumstellung – kann der Patient schnell reagieren und bei Bedarf die Dosis des gerinnungshemmenden Medikaments anpassen. Die Messungen erfolgen mit Hilfe eines kleinen Apparats, der ähnlich bedient wird wie ein Blutzuckermessgerät. Zu dem Thema hat die Herzstiftung eine Broschüre herausgegeben.
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